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	<title>Abhänigkeit - Reiner Janz - Heilpraktiker für Psychotherapie</title>
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		<title>Nichts ist mehr sicher</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Reiner Janz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Oct 2024 14:05:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abhänigkeit]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Liebe Leute,</h2>
<p>nicht jeder muss zu allem etwas sagen, aber eine Haltung sei erlaubt, bitteschön. <br />Hier ein kraftvolles Essay in einer Zeiten, da das Schiff aus dem Leim zu geht droht.</p>
<p> Trau dir selber, dem, was du siehst und nimm es wie die Stoiker, das hilft. Und erlaube dir auch mal wieder &#8222;Blödsinn&#8220;, &#8222;Bulshit&#8220; und &#8222;Dummkopf&#8220; zu denken, wenn schon nicht zu sagen. Aber nicht zu hitzig, verrenn´ dich nicht, bleib entspannt, denn vielleicht liegst du auch falsch. Vielleicht ist alles ganz anders.</p>
<p> Heute vor 40 Jahren kam ich zur Bundeswehr. Ein traumhafter Herbst dort in Lorch am Rhein. Alles neu an Erfahrungen. &#8222;So offen kannst du nur in jungen Jahren sein&#8220; denke ich heute. Heute hab ich zu allem schon eine gewisse Haltung und teilweise eine Meinung. Das macht das Leben aber irgendwie auch langweilig. Ich versuche wieder, keine fertige Meinung von etwas zu haben und mich längere Zeit als bisher mit meiner Positionierung zurückzuhalten. Das macht es für mich spannender, weil ich in alle Richtungen offen bleiben muss. Und verwirrt vielleicht die anderen, die nicht wissen, in welche Schublade ich gehöre.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mir hat es ungemein imponiert, als ein Arbeitskollege nach einer Diskussion über den Stuttgarter Bahnhof sagte: &#8222;Ich hab da keine abgeschlossene Meinung zu&#8220;. Vielleicht war auch das Wort &#8222;noch&#8220; im Satz. Jedenfalls wusste ich auch, dass er ein vollauf informierter Bürger war, kommunikativ, aufgeweckt, der auch täglich die Bahn benutzte von hinter Murrhard nach Feuerbach, also sehr wohl davon betroffen war.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Als ich eben anfing zu schreiben, hatte ich kein spezielles Anliegen, das rausmusste. Anlass war, dass ich eine Nachricht bekam, auf einen Post, einen Blogbeitrag, dass jemand eine Bemerkung drollig fand.</p>
<p>Ich beschloss, zu schreiben, warum ich lange keinen Beitrag mehr gemacht habe, weil ich nicht so recht an Blog glaube, weil auch ich selten was von anderen lese. Viel lieber schaue ich ihnen zu, wie sie vor der Kamera sitzen und von etwas erzählen. Ist authentischer und ich krieg viel mehr Informationen, nonverbale.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich wollte also schreiben, dass ich mir gar  nicht sicher bin, ob dieser Kommentar von einem Menschen ist oder von einer Maschine, einer KI. Heute kannst du ja alles anzweifeln. Ja und da bin ich wieder bei dem oben gesagten: Ist es nicht auch irgendwie schön, dass wir uns keiner Sache im Außen mehr richtig sicher sein können, die uns gezeigt wird? Kann sein, kann nicht sein. Die Zeit der kleinen, aufgeräumten, überschaubaren Welt ist vorbei. Was bleibt? Worauf können wir uns überhaupt noch verlassen? Warum konnte es nicht einfach immer so weitergehen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Für viele ist diese verrückte Zeit schwer zu ertragen. Mama und Papa sind ratlos, selber verunsichert und verängstigt. Wie da Ruhe finden? Alles Gute und Vertraute löst sich auf, die Berufe verschwinden, der Schuster hat zugemacht und der Handyladen, der einzog… aber auch nur kurz. Unsere Bank mit ihren Mitarbeitern in dunklen Anzügen…. vorbei. Geblieben, bis alles geschleift wird, sind noch paar Junge, Anfänger, Praktikanten, vorn am Stehpult, freundlich lächelnd, tun, so gut sie eben können; nun, auch wenn das nicht allzu weit führt. Deutsche kaum, nur die Frau hinter dem Sicherheitsglas an der Auszahlung. Ganz sicher bin ich mir aber auch hier nicht. Jetzt muss ich aber auch gleich sagen, dass ich nichts gegen Ausländer habe. Nicht, dass ihr denkt. Eine Rechtfertigung, die scheinbar nötig ist.</p>
<p>An den Türen zwei türkische Menschen. Haben die schon übernommen hier? Es ist zu lustig. Turmbau zu Babel denkt es mich. Es hat alles einen irgendwie salopperen, internationalen und weniger spießigen Schmiss in dieser Bank. Wird hier ein Experiment gemacht? Ich halte alles für möglich.  Ein bisschen Basarstimmung.  Ein indischer Junge mit Trainingsjacke aber mit dem Namen der Bank vorn drauf hilft freundlich weiter. Klar, zuhause am Computer könne ich das besser machen, meint er. Ach, ja danke, geht auch auf der Handy-App. Nochmal vielen Dank auch. Wie gut, dass ich Kinder habe, die Informatik studieren. Na, meine Idee war´s nicht, das geb ich zu, aber sie haben einen guten Riecher bewiesen. Allein wär ich aufgeschmissen. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bei den großen Firmen werden die &#8222;freigestellten&#8220; Mitarbeiter noch ein Jahr in &#8222;Auffanggesellschaften&#8220; bespaßt. Da lernen dann 50-jährige wieder, wie man eine Bewerbung schreibt. Ich muss schreien vor Beklemmung. Genauso fühlt es sich an, ein Stück Löschpapier unter die Zunge zu legen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aaaaaaach, ich möchte die Gesichter der Leute sehen, die in 500 Jahren unsere Zeit studieren, wie sie staunend am Hinterkopf kratzen, ob der heiter-bitteren Kommödie. &#8222;Das müssen die doch gemerkt haben, dass es rum war, vorbei&#8220;, &#8222;Gut gekleidete Windbeutel haben ihnen den Strom und das Feuer verboten&#8220;?</p>
<p>&#8222;Nicht möglich&#8220;. &#8222;Doch, so war´s&#8220;.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Leute, wacht auf, es dämmert, die Party ist vorbei. Die alte Zeit ist rum und kommt auch nicht wieder. Aber schön war es damals schon. Auf alle Fälle eine gute Kindheit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und jetzt schmilzt das Geld auch wieder. Wir Alten wissen, was dann kommt. Schon zweimal erlebt. Nicht selber, aber wir kannten sie, die uns das bitter erzählten. Das ging ganz schnell. Zack, Schubkarre voll mit Milliarden Reichsmark und morgen alle zurück auf Start.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Was weiter geschmiert funktioniert, ist die Nazikeule. Nazis, da muss ich mich nicht lange mit Erklärungen aufhalten. Jeder von uns versteht. Geht gar nicht und damit Ende der Diskuission.</p>
<p>Gemeint ist eine Partei, die demokratisch gewählt wurde und deren Wähler. Jetzt scheint die Welt unterzugehen, weil Bürger anders gewählt haben, als sich die Linken gewünscht haben. Ja, was denn bitteschön? Dann können wir Wahlen ja auch abschaffen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nochmal zu unser Schuld als Deutsche. Auch dies wieder als Beispiel für die Zeitenwende. Erzähl heute einem 20 oder 30-jährigen von seiner besonderen Verantworung in der Welt aufgrund seiner Vergangenheit.</p>
<p>Er wird schwerlich wissen, was du meinst. Und nachdem du ihm das erklärt hast, wird er dich fragen, ob du nicht rechnen kannst und die Zeiten durcheinander bringst.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich kann nur immer wieder ermuntern, selber zu denken und mit den eigenen Augen zu staunen und dir ruhig Zeit lassen mit der Antwort, bevor nur eine Sprech-Stanze rauskommt aus der Sammlung der erlaubten &#8222;Narrative&#8220;.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Da fällt mir ein, dass ein Belgier mich mal in Montpellier fragte, wie ich mich fühlte als Deutscher. Ich verstand nicht gleich. Er meinte, so als Deutscher im Ausland… Da war ich ca. 25 Jahre alt, er ungefähr auch. Ich war weltpolitisch komplett unwissend.</p>
<p>Ich glaubte bis heute, er erwartete die übliche Antwort von wegen Erbsünde und so. Eben, erst beim Schreiben, erkenne ich die andere Möglichkeit: Er sah in mir einen Verbündeten. Er, dessen Vorväter im Kongo schlimme Dinge trieben. Ich meine wirklich schlimme Dinge.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Immer wenn ich hier in Stuttgart einen Schwarzen, Inder oder Indianer sehe, versuche ich mir  vorzustellen, wie das in diesen Kolonien gewesen sein muss, wenn das Herrenvolk sich breit und breiter machte. Ob in Indien, Afrika, Australien. Nehmen wir Amerika auch gleich dazu. Was haben die wohl für Freudensprünge gemacht damals, die bisherigen Einheimischen, ob der kulturellen und religiösen Bereicherung.</p>
<p>Zum Ausgleich heute mal andersrum.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Was ich damit sagen will: Es ging schon immer drüber und drunter, nur wir sind es nicht mehr gewohnt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ach ja und noch ein Letztes: Auch wenn ich oben sagte, dass man nicht zu allem gleich eine Meinung formulieren braucht, in dieser Sache gilt das nicht: Wenn Grüne, die mal als pazifistische Partei begonenn haben, uns heute gar nicht schnell genug in einen Atomkrieg hineinwünschen, durch Waffenlieferung in die Ukraine beispielsweise, um den bösen Russen endlich mal zu zeigen wo oben und unten ist…</p>
<p>Hier hört meine Toleranz auf. Da denke ich denn schon mal sehr handgreiflich darüber nach, wie wir es schaffen können, aus der Tyrannei der schreienden Dummheit rauszukommen.</p></div>
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			</div></p><p>The post <a href="https://reinerjanz.de/nichts-ist-mehr-sicher/">Nichts ist mehr sicher</a> first appeared on <a href="https://reinerjanz.de">Reiner Janz - Heilpraktiker für Psychotherapie</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Unser Selbstbewusstsein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Reiner Janz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Apr 2023 17:18:03 +0000</pubDate>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Selbstbewusstsein</h2>
<p>Heut früh schaue ich mir ein Youtube-Video an, wo ein Matheprofessor, der in Nordrhein-Westfalen lebt und arbeitet, sich mal den Lehrplan Mathematik anschaut und kommentiert. Dann zeigt er im Vergleich eine aktuelle indische &#8222;Abitur&#8220;-prüfung. Kurz gesagt: Ein deutscher Abiturient hätte keine Chance, die indische Prüfung zu schaffen, wahrscheinlich würde er die meisten Aufgaben gar nicht verstehen.</p>
<p>Nun zeigte der frustierte Mensch den neuen Lehrplan Mathematik für Nordrhein-Westfalen. Das Niveau der Aufgaben sei unterirdisch. Auf Seite 12 werden blumig formulierte fachübergreifenden Bildungs- und Erziehungsziele, wie Menschrechtsbildung, politische Bildung und Demokratieerziehung, geschlechtersensible Bildung und noch mehr Schwachsinn aufgeführt. Wo sind wir eigentlich, in einer Satire?</p>
<p>Schließlich zeigt er die Realschulabschlussprüfung Mathematik aus dem Jahr 1971 ein. Er meinte, dass höchstens 5% der frisch abgeschlossenen Realschul-Mathelehrer in der Lage wären, diese damalige Prüfung zu rechnen.</p>
<p>In diesen 50 Jahren hat man die Latte sehr weit nach unten gelegt. Ich fragte mich immer: Warum passiert das eigentlich? Welche Leute sind das, die sich ein Volk von Verunsicherten und Verwirrten wünscht. Ich weiß es immer noch nicht, habe aber so Vermutungen.</p>
<p>Ich war ja selber mal Lehrer und kann sagen, dass ich diese drastische Abwärtstendenz ebenfalls stetig beobachten konnte. Es sind hier die Erwachsenen, die versagen, die für diesen Verfall verantwortlich sind, die kritiklos nachplappern, was gerade Mainstream ist. Kinder davor bewahren zu wollen, dass sie auch scheitern können, ist keine gute Idee. Für den letzten Platz am Turnier auch noch einen Pokal zu bekommen entwertet die Besseren.</p>
<p> Jetzt kommen wir zum Selbstbewusstsein.</p>
<p>Wie entsteht denn Selbstbewusstsein? Wird uns die in die Wiege gelegt, oder kann man sich hier weiterentwickeln?</p>
<p>Die Frage ist natürlich vielschichtig, wie der Mensch eben sehr vielschichtig ist. Aber für mich steht fest, dass es im Hinblick auf das Selbstbewusstsein eines Menschen einen Unterschied macht, ob er etwas kann und das auch weiß, dass er in einer oder mehreren Disziplinen richtig gut ist, oder ob dieser Mensch sich eigentlich immer durchgewuschtelt hat, von sich weiß, dass er keine richtige Ahnung von irgendetwas hat und auch nie in die Verlegenheit kam, sich durch eine Durststrecke durchzubeißen oder sich zu beweisen. Ich frage mich dann auch: Wo soll das Selbstbewusstsein denn herkommen? Da helfen dann auch keine positiven Affirmationen.</p>
<p> Ja, ich bin der Meinung, dass Selbstbewusstsein etwas mit Können und &#8222;etwas geleistet haben&#8220; zu tun hat, aber nicht nur. Auch diejenigen, die das für sich bejahen können, haben nicht zwangsläufig ein gutes Selbstbewusstsein, aber dazu kommen wir noch. Es macht den Menschen schon wesentlich ruhiger, wenn er weiß, dass er für sich sorgen kann, egal was da komme, weil er schon andere Sachen ebenfalls hinbekommen hat. Wenn du etwas drauf hast, dann gibt dir das Freiheiten. Wenn deine aktuelle Firma nicht dein Platz für dich ist, dann gehe und finde deinen Platz woanders, oder sorge in der Firma dafür, dass sich die Dinge positiv für dich verändern. Dazu solltest du kommunizieren können, ein sozialer Mensch sein und natürlich dein Handwerk beherrschen.</p>
<p> Selbstbewusstsein hat nichts mit Bildung zu tun! Schließlich sind in den armen Ländern dieser Welt, wo Bildung Luxus ist auch nicht alle Leute zwangsläufig unglücklich oder laufen mit einem schwachen Selbstwert herum.</p>
<p>Hier bei uns kenne ich reihenweise Handwerker, oft Ausländer, die kaum Bildung haben, aber ihr Handwerk verstehen und wissen, wer sie sind und was sie können.</p>
<p>Also, Bildung hat nichts mit Können zu tun und auch nichts mit Intelligenz. Aber das ist eine andere Diskussion.</p>
<p>Aber je mehr du drauf hast, umso mehr Wahlmöglichkeiten und Lösungsmöglichkeiten hast du.</p>
<p>Das Zitat „Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel“ geht in in diese Richtung. Also: Können, Sills, Fähigkeiten sollten dich gelassener, selbstbewusster und angstfreier machen. Was ist, wenn das nicht so ist?</p>
<p> Jetzt kommen wir zu den Top-Ausgebildeten, die all das mitbringen und trotzdem voller Ängste und Selbstzweifel sind und weit weg davon, ein glückliches Leben zu führen. Wie passt das zusammen?</p>
<p> Ich denke, dass wir es hier sehr oft mit dem Phänomen zu tun haben, dass diese Menschen von ihrem Selbst abgetrennt sind, also keine echte Beziehung zu sich selbst haben. Abgetrennt von sich, im Kopf mit vielen Konzepten und Erklärungen über die Welt in der sie leben. Also im Wesentlichen in der materiellen Welt zuhause, in der man funktionieren muss, kämpfen…was auf Dauer zu einem echten Kampf und letztendlich zur Erschöpfung, dann zur Depression führen kann.</p>
<p> Was heißt das &#8222;abgetrennt von sich&#8220;? Ich versuche es mal positiv, das Gegenteil zu beschreiben, meine Vorstellung von Verbundensein. Damit meine ich erstmal die Wahrnehmung und neutrale Anerkennung der inneren Gefühlswelt. Das ist schon mal ein erster guter Schritt und gibt Ruhe. Dazu muss man nicht zwangsläufig an etwas Höheres neben der materiellen Welt glauben, aber es ergibt sich meist von selbst, dass mit dieser Verbundenheit die Existenz von etwas Höherem erahnt wird. Wie auch immer die Leute dazu sagen: Meine Innere Weisheit, mein Inneres Selbst, Seele, Pabst (Scherz ;-), Gott…</p>
<p>Für diese Kontaktaufnahme braucht es innere Ruhe, Stille, Meditation.</p>
<p> Bisher sprach ich vom Selbstbewusstsein. Selbstvertrauen wird synonym verwendet und bedeutet für mich, &#8222;in mein Selbst&#8220; zu vertrauen. Und dieses &#8222;Mein Selbst&#8220; ist für mich, meine höhere Weisheit, das Göttliche, wenn du so willst. Aber nicht außerhalb, im Himmel, sondern genau in mir. Und ich glaube, so steht es auch in der Bibel und alle Weisheitslehren sprechen die gleiche Sprache: Diese Weisheit und Macht zum Erschaffen haben wir in uns. Diese Sache übereinander zu bringen mit unserem Bewusstsein, erst zu glauben und letztendlich zu wissen, dass wir diese Schöpferkraft haben, das erhebt uns aus der Ohnmacht.  </p>
<p>Ich glaube, dass wir zum kleinen Teil dieser stoffliche Körper sind und gleichzeitig viel mehr, nämlich geistige Wesen. Aber wir haben verlernt, damit etwas Positives anzufangen. Wir sind wie Flugzeuge, die auf der Startbahn aber immer nur hin und her fahren, aber nie abheben. </p>
<p>Im Konzept der Materialisierung geht es soweit, dass wir zu 100% verantwortlich sind für das, was wir sind und haben, weil wir unsere Welt jederzeit erzeugen bzw. erzeugt haben, meist unbewusst. Ich bin selber noch ein ziemlicher Anfänger in diesem Thema, aber ich finde es faszinierend, selber der Gestalter meiner Welt zu sein.</p>
<p>Das passt mit dem in der Pädagogik und Psychologie oft zu findenden Begriff &#8222;Empowerment&#8220; zusammen.</p>
<p>Empowerment &#8211; auf eine kurze For­mel gebracht &#8211; ist das Anstiften zur (Wieder-) An­eignung von Selbstbestimmung über die Umstände des eigenen Le­bens.</p>
<p>Das gefällt mir.</p></div>
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